Aktuelle Informationen und Notizen Teil II



Mit meinen Freund, Fernando Gómez Landeta ist eine neue Crinoidenarbeit erschienen. Es handelt sich um den Erstnachweis aus der Thylacocrinus-Diamenocrinus-Entwicklungslinie in Nordspanien.

HAUSER, J. (2013c): Paläontological notice about the occrrence of Diamenocrinus-Thylacocrinus lineage (Crinoidea,Camerata) in the Lower Devonian of Banagues (Asturias, Northern Spain) mit 4 S. und 7 Textfig. [3,7 MB]


Die Monographie über das Freilingium der Blankenheimer Mulde wurde in den Druck gegeben. Das Erscheinungsdatum ist voraussichtlich Juli 2013.

Kurzfassung: Die vorwiegend im Freilingium-Gepräge vorliegende Echinodermen (Crinoiden, Seeigel) und Begleitfauna (Brachiopoden, Korallen, Cephalopoden, Trilobiten) eines Profils im Gewerbegebiet Blankenheim  (Synonym „SUPER 2000“) wird beschrieben. Folgende Crinoiden sind neu: Storthingocrinus blankenheimensis und Eohalysiocrinus blankenheimensis; Storthingocrinus fritillus depressus HAUSER, 2001 ist identisch mit Storthingocrinus sphaericus von KOENEN, 1886 und wird daher zukünftig als subjektives Synonym dieses Taxons geführt. Das Profil im Gewerbegebiet Blankenheim („SUPER 2000“) erschließt (vermutlich lückenlos) das Junkerbergium bis zum hohen Ahbachium. Die von GLINSKI, 1955 eingeführte Grenzlinie als Faunengrenze zwischen den südlichen und nördlichen Eifelkalkmulden ist im Ergebnis der Auswertung der vorliegenden Fauna als „Phantom der stratigraphischen Devon-Literatur“ zu sehen.
 
 



Durch die freundlich Zuarbeit eines spanischen Sammlers kann nun die Liste der mitteldevonischen Echinodermen des kantabrischen Gebirges um eine neue Gattung ergänzt werden:

HAUSER, J. & LANDETA, F.G. (2013b): Alejecrinus doyaguea n. gen et n. sp. (Crinoidea, Inadunata) from the Santa Lucía Formation of the Cantabrian Mountains (Province Léon, Northern Spain) .  -  5 p., 5 textfig.. [1,9 MB]

Kurzfassung: Aus der Santa Lucía Formation nahe der Ortschaft Aleje (Kantabrischen Gebirge, Nordspanien) wird ein neues inadunates Taxon (Alejecrinus n.gen.) mit einer neuen Art (Alejecrinus doyagueae n.sp.) beschrieben. Diese Art ist als ein neuer Vertreter der Sphaerocrinus-Paleocrinus-Entwicklungslinie anzusehen und verfügte vermutlich über bewegliche Stacheln im Bereich der Basalia.
 

Dieses Taxon schneint ähnlich wie Arthroacantha bewegliche Stacheln im Bereich der Basalia zu besitzen.



Projektiert für das laufende und kommende Jahr ist eine monographische Bearbeitung über den Mühlenberg und seine überaus reiche Echinodermen- und Brachiopodenfauna. Insbesondere die Frage zur stratigraphischen Einstufung der Mühlenberg-Mergel-Members soll anhand der Fauna geklärt werden.
 


Das neue Crinoidenband ist nun erschienen und kann über die E-Mail-Adresse: joachim.hauser@RAL.de bezogen werden. Der Handel wendet sich bitte an:

Dr. Frank Rudolph
Verlag und Versandbuchhandlung
Wohldtor 12
D - 24601 Wankendorf
Tel. & Fax: ++49 (0) 4326 - 22 05
E-Mail: fossilbuch@t-online.de
Internet: www.fossilbuch.de

2013 Die Echinodermen und Begleitfauna des
Freilingium (Eifelium) der Blankenheimer Mulde,
63 S., 19 Taf., 60 Textfig.
€ 43,--


Bericht über die Spanienerkursion vom 02. Oktober bis 09. Oktober 2013

Auch in diesem Jahr wurde  - mitttlerweilen zum sechsten mal - eine ausgedehnte Exkursion in das Mittel- und Unterdevon des Kantabrischen Gebirges und der asturischen Küste unternommen. In diesem Jahr stand auch eine Zweitagesexkursion in die Esla-Region auf dem Programm. In dieser Region streichen prinzipiell die gleichen Formationen wie in der Babia-Region aus. Allerdings sind auch in der Esla-Region die Fossilien nicht eben häufig, wenn man von den den mehr oder minder gut erhaltenen Korallen mal absieht. Dafür entschädigt die wunderbare Natur und die fantastischen Profile. In acht nehmen sollte man sich aber vor den halbwilden Hunden , die in den Bergen den Bauern helfen, die zumeist weit verstreuten Viehherden  zusammenzutreiben.

Bild oben zeigt den Locus-typicus von Aviadocrinus sampeloyi (Cupressocrinites sampeloyi), der auch heute noch Anlaufpunkt vieler Exkursionen aus Oviedo ist. Der Besuch dieser Lokalität ist im Sommer nicht nur wegen der unerträglichen Hitze sinnlos; denn nur nach ergiebigen Regenschauern ergeben sich Fundchancen auf Crinoiden.

Auch wenn die Profile (hier in der Babia-Region) von der Entfernung sehr vielversprechend aussehen: sobald man in deren Nähe ist wird ersichtlich, daß die meisten Schichten aus massiven Gesteinsbänken mit wenigen mergeligen Zwischenlagen bestehen. Funde sind hier in der Regel nicht zu machen. Als kleine Orientierung gilt im Gelände: Bach- und Straßenanschnitte bringen das Gross der Fossilien.

Auch an der asturischen Küste wurden wieder einige neue Fundpunkte besucht. Die wildzerklüftete Küste bietet viele (und durch die Brandung) stetig wechselnde Fundmöglichkeiten. An einer Stelle konnte eine neue Crinoidenfauna aus der La Ladrona Formation geborgen werden. Diese wird in einer neuen Arbeit vorgestellt. In La Taluxa konnten im Givetium super Blastiodeen gesammelt werden. Auch Xivaris brachte einen perfekt erhaltenen Kelch von Pithocrinus miluasi.

An anderen Fundorten im kantabrischen Gebirge konnten zwei Kronen von Pithocrinus und Cupressocrinites gesammelt werden. Dies waren die Highlights der Exkursion.

Das angemietete Ferienappartment war auch dieses Mal erste Sahne. Ganz nah am Hafen von Esteban de Pravia gelegen. Eine ganze Etagen-Wohnung für € 295,-- mit allen Annehmlichkeiten (bis auf die schmerzlich vermisste Spülmaschine....).



Nach der sehr erfolgreichen Exkursion in das nordspanische Devon 2013 sollen nun in loser Reihenfolge neue Arten beschrieben werden, die anläßlich dieser Exkursion gefunden wurden. Die erste Arbeit behandelt Thylacocrinus sitteri aus dem Unterdevon der asturischen Küste:

HAUSER, J. & LANDETA, F.G. (2013): Thylacocrinus sitteri n.sp. (Crinoidea, Camerata) in the La Ladrona Formation (Lower Devonian) of Asturias, Northern Spain.  -  5 S., 5 Textfig., 1 Taf.

Der Download erfolgt hier ...............


Die Esla-Region im Kantabrischen Gebrige ist eine wundervoll von der Natur erschlossenes, offenes geologisches Lehrbuch. Vom Kambrium bis zum Karbon sind hier viele Schichten erschlossen, die man in anderen Fundregionen - wenn überhaupt - nur flächenmäßig weit von einander entfernt vorfindet. Eine Exkursion, mit meinem Freund, Fernando Gómez LANDETA, erbraschte ein vielzahl von Crinoiden, die im Rahmen von einigen Arbeiten vorgestellt werden sollen.

Die erste Arbeit hat Crinoiden und Begleitfauna aus der Santa Lucía Formation zum Thema:

HAUSER, J. (1014a): Pithocrinus abbreviatus n.sp. (Crinoidea, Camerata) and the first report of Diamenocrinus jouani OEHLERT, 1891 from the Santa Lucía Formation of the Cantabrian Mountains
(Province Léon, northern Spain).  -  8 pages, 6 text-figures and 1 plate


Die Cándas Formation (Givetium) ist großflächig an der asturischen Küste aufgeschlossen. An einem eher kleinflächigen Aufschluß (La Taluxa) wurde erstmasls ein Vertreter von Espanocrinus geborgen. Die Vorstellung dieses neuen Taxons erfolgt im Rahmen der nachfolgenden Arbeit:

HAUSER, J. (2014b): Erstnachweis von Espanocrinus (E. elongatus n.sp.) (Crinoidea, Inadunata) aus der Candás Formation (Givetium) von La Taluxa (Asturien, Nordspanien).  -  6 Seiten und 8 Textfiguren


Mit meinem Freund, Fernando Gómez LANDETA wird in 2014 das nunmehr vierte Crinoidenband über unter- und mitteldevonische Echinodermen von Nordspanien erscheinen. Und ein Ende der Bearbeitungen ist wohl auch nicht in Sicht, denn jede neue Fundstelle im kantabrischen Gebirge aber auch der asturischen Küste bringt Jahr für Jahr neue  Crinoden. Der Aufwand ist zwar in der Regel nicht unerheblich, aber die Landschaft ist immer wieder ein Erlebnis (auch wenn es zuweilen nicht den stahlblauen Himmel gibt .....). Ohne die Zuarbeiten und das umfängliche Wissen von Fernando wären wohl die meisten der Bearbeitungen nicht zustande gekommen oder auf dem Level der Crinoiden-Systematik stehen geblieben. An seinem Beispiel können sich so einige "Eifelsammler" eine Scheibe abschneiden, die meinen, jeder müsse ihnen wegen ihrer "Steinchen" erst einmal zwei Jahre um den Bart gehen.




Die Arbeit über die Mühlenberg-Mergel-Member ist erschienen und kann zum Stückpreis von € 50,-- zzgl. Versand bestellt werden .......

Kurzfassung: Die Echinodermen und Begleitfauna des Mühlenberg-Mergel-Members (in dieser Arbeit aufgestellt) wird zusammengefaßt vorgestellt. Die im Tafelwerk abgebildeten Fossilien stammen überwiegend aus Altsammlungen von Instituten und Museen des Inn- und Auslandes. Ein Teil der vorgestellten Petrefacten wurde im Schlämm-Material gefunden. Erstmals kann das Taxon Mycocrinus genauen stratigraphischen Einheiten zugeordnet werden. Folgende Arten sind neu: Mycocrinus flescheni und Melocrinites muehlenbergensis. Der Mühlenberg-Mergel-Member, bestehend aus drei Submembern, stellt nach heutigem Stand der Erkenntnisse das jüngste Schichtglied im Looghium (Givetium) im Gebiet der Gerolsteiner Mulde dar. Die am Mühlenberg vorkommende Fauna läßt sich zwanglos mit der Fauna des Rech-Members der Hillesheimer Mulde (Steinbruch RAHHECK/Berndorf) korrelieren.

Ich möchte an dieser Stelle ganz herzlich NORBERT HOELLER und MANFRED FLESCHEN für ihre Zuarbeit danken!  Ohne ihre Freizügigkeit der Einsichtnahme und der fotografischen Aufnahme ihrer Kollektionen wäre diese Monographie nicht zustande gekommen. Der Verfasser würde es sich wünschen, daß es mehr Sammler mit einer solchen Einstellung gibt!


Nach Kenntnis des Verfassers ist wohl 2014 auch eine Arbeit über die „Revision“ von Storthingocrinus erschienen. Dort wird u.a. die von SCHULTZE als Storthingocrinus decagonus (ohne Zweifel ein Storthingocrinus!) beschriebene Art mit einer unzureichenden Differentialdiagnose zu einem neuen Genus „Bohnerticrinus“ gestellt. Nicht nur das damit der Verfasser hiermit eine gültige Art von SCHULTZE mit einem Federstrich elliminiert: er führt gleich auch einen neuen Namen nilsjungi (hier kann man gerne mal ein „sic!“ + „nomen nudum“ verteilen) für decagonus ein. Einmal abgesehen von der Tatsache, daß der Herr mit wenig Formenkenntnis gesegnet ist, ist es schon äußerst befremdlich, wenn deratige Arbeit mit einem „wissenschaftlichen Anstrich“ versehen von den verantwortlichen Schriftenleitern der „Fachzeitschriften“ einfach durchgewunken werden und darüber hinaus auch noch zukünftig die Literatur belasten.

Auch ist vom vorgenannte Autor ein „Werk“ publiziert, das sich mit der Revision der Hexacriniten befaßt. Anstatt einer Revision ist jedoch ein Elaborat erschienen, über das man besser den Mantel des Schweigens legen sollte. Rein auf Basis äußerer Merkmale werden neue Gattungen mit unaussprechlichen Namen eingeführt. Um dann die Sache „rund“ zu machen, werden gleich auch noch die Hexacriniten aus dem belgischen und französischen Oberdevon einmal kräftig (..mit den mitteldevonischen Arten ..! SIC!) durcheinander gerührt, ohne daß der „Autor“ es auch nur vom Ansatz her für nötig befunden hätte, sich die Holotypen anzusehen.  Mit Sorgfallt und seriösem Arbeiten, was für einen Wissenschaftler selbstvertsändlich sein sollte (zumal er ja als „Beamter“ von Steuergeldern bezahlt wird) hat dies sicher nichts zu tun.

Der Verfasser wird sich daher auch zukünftig der nachvollziehbaren und gängigen Crinoidenliteratur für seine zukünftigen Arbeiten bedienen. Denn wie sich vorrausschauende Wissenschaftler in der Paläontolgie einmal ausgedrückt haben „Namen dienen lediglich als Verständigungsmittel“ ….und nicht zum Austragen von Grabenkämpfen und persönlichen Animositäten.



Nachdem es lange Zeit keine Veröffentlichungen mehr gegeben hat, liegt nun wieder einmal eine Arbeit über eine interessante Crinoide aus dem spanischen Devon vor. Es handelt sich um eine Flexibilia aus Asturien, die mein Freund, Fernando Gómez LANDETA gefunden hat.

HAUSER, J. & LANDETA, 2015: Eutaxocrinus capella PROKOP & PETR, 1887, a synonym of Eutaxocrinus patulus W.E.SCHMIDT, 1941 (Crinoidea, Flexibilia) and first report of this species from the Lower Devonian of the Asturian coast near Banagues (Northern Spain).   -  8 Textfig., 8 S.



Aus aktuellem, traurigen Anlass:

Heute am 5. August 2014 hat mich die Nachricht vom Tod von Harald Prescher erreicht. Zunächst kann man es nicht glauben, denn Harald war in Eifel, im Devon in den Trilobiten, Crinoiden aber auch bei allen anderen Fossilgruppen des Mitteldevons ja omnipresent:: wo es gute Fossilien gab, war er anzutreffen. Da machte ihm kaum einer was vor. Die Fossilien waren sein Lebensinhalt und sein Hobby hat er dann ja auch konsequenter Weise zu seinem Beruf gemacht. Ein mutiger Schritt, der Weg in die Selbstständigkeit. Aber so war Harald eben!

Ich kannte Harald über 34 Jahre, bin mit ihm durch viele Höhen und Tiefen gegangen, war mit ihm in Frankreich, Belgien, Spanien, England und nun das …. . Er war für mich mehr als ein Freund, denn wenn man ihn kennen gelernt hat: niemand konnte so mit Herzblut über Fossilien, insbesondere die devonischen sprechen wie er. Er hatte sein Art, wie jeder Mensch eben, und manchmal war es auch mal zu viel. Dann - und das hat regelmäßig auch mal ein zwei Jahre gedauert -  hat man sich aber wieder in seinen Bann ziehen lassen …. Ich kannte niemanden, der so graben und präparieren konnte wie er. Das Fachwissen, seine Literaturleidenschaft, die penible Sammlungskatalogisierung und die unvergessenen Stunden, Tage und manchmal Wochen im Gelände, sie werden mir sicher fehlen.

Dann die „Kellersessions“ bis in den frühen Morgen, mit Diskussionen und Fachgesprächen, das Planen von Exkursionen, sein „Geheimnistun“ um neue Fundorte, aber auch seine verbindliche Art wenn er mal was zugesagt hatte: dies alles gibt es nun nicht mehr.

Er wird eine sehr große Lücke hinterlassen.

Mein Mitgefühl geht an seine Frau und sein Tochter!
 

Joachim Hauser



 

Die Crinoidenmonographie über Nollenbach ist soweit vorangeschritten, daß im kommenden Monat mit der Drucklegung zu rechnen ist.


Über die stratigraphische Verbreitung von Pyxidocrinus im Mitteldevon der Eifel ist bisher wenig bekannt. Die meisten historischen Funde lassen sich nur sehr eingeschränkt bestimmten Formationen zuordnen. Mit der vorliegenden Arbeit soll ein erster Überblick über die vertikale Verbreitung in der Eifel gegeben werden. Zudem erlaubt ein neuer Fund in situ die Errichtung einer neuen Art:

HAUSER, J. (2015a): Die stratigraphische Relevanz von Pyxidocrinus im Mitteldevon der Eifelkalkmulden (Rheinisches Schiefergebirge, Eifel) und Pyxidocrinus schmidti n.sp. aus dem Nims-Member der Junkerberg Formation
der Prümer Mulde mit 5 Seiten und 13 Textfiguren


Erstmals wird aus dem Chateau Gaillard bei Trélon ein Vertreter der Dactylocriniten beschrieben:

HAUSER, J. (2015b): Erstnachweis von Dactylocrinus beyrichi (Crinoidea, Flexibilia) aus dem Frasnium (Oberdevon) vom Südrand der Dinant Mulde (Ardennen, Frankreich). -7 Seiten und 14 Textfiguren


Nachdem die Spanienexkursion 2014 ausgefallen war (Air-Berlin hat alle seine Flüge nach Oviedo/Asturias eingestellt) wurde dieses Jahr die Tour über Düsseldorf gebucht. Mit Iberia hatte ich ja bereits seinerzeit mit Harald  "Erfahrungen" gesammelt. Die Flüge haben mehr oder minder problemlos geklappt; allerdings ist die Flugsteigzuordnung bei Iberia sicherlich noch verbesserungswürdig. Denn beim Rücklug ging der Flieger vom "Satellitenterminal" und der ist gut 15 min vom Hauptterminal (mit der S-Bahn) entfernt. Wie das Familien mit Kindern, Ältere oder Behinderte schaffen sollen (besonders wenn auch noch der Flieger Verspätung hat) bleibt das Geheimnis von Iberia. Jedenfalls muss man(n) sich gut ran halten, besonders wenn Iberia Express gebucht wird (...ich habe erst jetzt verstanden, was Express bei Iberia bedeutet, nämlich Express von einem selber zum nächsten Abflugsteig ...).

Die Exkursion war vom Ergebnis "der Hammer". Drei Cupressocriniten-Kronen und über 40 Kelche von verschiedenen Fundpunkten. Ein Cupressocrinites-Taxon von La Taluxa ist neu (Bearbeitung kann als pdf heruntergeladen werden). Das Highlight war sicher ein perfekt erhaltener Dolatocrinus aus dem oberen Givetium des kantabrischen Gebirges, der dem Verfasser quasi aus dem Profil entgegengefallen ist. Weitere Crinoiden (darunter vermutlich einer neue Art) wurden in Aleje gesammelt. Weiterhin konnte ein zerfallener Seeigel (Rhenechinus) geborgen werden. Dies ist der Erstnachweis eines devonischen Seeigels im Kantabrischen Gebirge. Eine gut erhaltene Krone von Cupressocrinites sampeloyi wurde am klassischen Fundort Aviados aufgelesen. An dieser Stelle würde es sich sicher lohne, einmal einen "Cleanout" des Altmaterials zu machen, der das Profil fast vollständig überdeckt. Sicherlich lassen sich da gute bis sehr gute Funde machen. Fernando meinte hierzu nur lakonisch: "Da machst du dann doch nur die Arbeit für Andere".

Vielleicht an dieser Stelle eine kleine Geschichte: Fernando führten den Verfasser im Kantabrischen Gebirge an eine Stelle, an der er vor Jahren ein Shale mit perfekt erhaltenen Kronen von Orthocrinus (Pena de Galicia) entdeckt hatte. Wir wunderten uns schon, daß wir beim Aufsteigen immer wieder Steinhügel sahen. Als wir dann oben angekommen waren, fanden wir etwas; nicht etwa Crinoiden sondern einen "Flachmann". Den hatten wohl Wanderer dort oben liegen gelassen. Fernando roch an der Flasche und stelle fest, daß er einen Schnaps enthielt. Kurzum trank er den Flachmann leer ...... der Abstieg war danach für ihn viel leichter .....Tja, das zum Thema Abgeschiedenheit im Gebirge. Im Übrigen konnten wir das Shale im Profil nicht wiederfinden. Dies belegt die These, daß Orthocriniten fast immer in Kolonien gelebt haben. Die Individuen wurden dann auf engen Raum zusammengespült und eingebettet. Rings herum finden sich in der Regel keine Kelche dieses Taxons. So liegt in der Sammlung des Verfassers eine Platte (von der Küste) mit nicht weniger als acht Kronen. Bei Folgeexkursionen an diese Stelle konnten keine weiteren Crinoiden aus dieser Lage gesammelt werden.

Auch mein Freund, Fernando kam nicht zu kurz beim Finden: an einem Straßen-Aufschluss im Karbon (an dem der Verfasser sicher nicht angehalten hätte!) fand er einen sehr gut erhaltenen Kelch mit Armresten. Neben den wenigen Funden von Crinoiden aus dem Karbon der Provinze Palencia (vergl. BREIMER, 1962) ist dies ein echter neuer Beitrag zur Kenntnis der Verbreitung karbonischer Crinoiden in Nordspanien.

Die neuen Funde werden in den kommenden Monaten gemeinsam mit meinem Freund publiziert.



Die Arbeit über das Freiligium von Nollenbach ist nun erschienen und kann über den folgenden Link bestellt werden .......

Kurzfassung: Die Echinodermen und Begleitfauna der Freilingen Formation, Bohnert Member (Eifelium) von Nollenbach, Flur „Auf den Eichen“ wird beschrieben. Es liegen insgesamt 17 Gattungen mit 36 Arten vor. Elf Gattungen gehören zu den Inadunata, drei Gattungen zu den Camerata und drei Gattungen zu den Flexibilia. Neu sind: Trichocrinus conicus n.sp., Hexacrinites bohnerti n.sp., Hexacrinites dimidiatus n.sp., Hexacrinites hoelleri n.sp., Platyhexacrinus nollenbachensis n.sp., Geroldicrinus galeatus n.sp., Goldfussicrinites prescheri n.sp. und Sphaerocrinus geometricus hieroglyphicus n.ssp. Erstmals wird Cupressocrinites hibrida HAUSER & LANDETA, 2011 aus dem Mitteldevon der Eifel beschrieben. Die weitere Echinodermenfauna besteht aus Cystoideen-Resten, Blastiodeen (neu ist Nollenbachblastus n.gen. mit dem Typus Nollenbachblastus eifeliensis n.sp.) und Seeigelfragmente (Lepidocentrus muelleri SCHULTZE, 1866). Die Begleitfauna besteht in erster Linie aus Brachiopoden (22 Arten) und untergeordnet aus Trilobiten (2 Gattungen) und rugosen Korallen.

Abstract: The echinoderms (17 taxons with 36 species) and supplement-fauna of the Freilingen Formation (Eifelian) from Nollenbach, district „Auf den Eichen“ is described. Following crinoids are new: Trichocrinus conicus n.sp., Hexacrinites bohnerti n.sp., Hexacrinites dimidiatus n.sp., Hexacrinites hoelleri n.sp., Platyhexacrinus nollenbachensis n.sp., Geroldicrinus galeatus n.sp., Goldfussicrinites prescheri n.sp., and Sphaerocrinus geometricus hieroglyphicus n.ssp. At the first time Cupressocrinites hibrida HAUSER & LANDETA, 2011 is described from the Rhenish Slate Mountains. Further echinoderms from Nollenbach are cystoids, blastoids (new is Nollenbachblastus n.gen. with the type Nollenbachblastus eifeliensis n.sp.), and plates of Lepidocentrus muelleri SCHULTZE, 1866. The supplement-fauna yield brachiopods (22 species), trilobits (2 species) and rare corals (e.g. Calceola sandalina and Stromatoporids).


In den kommenden Monaten werden verschiedene Neufunde (u.a. auch aus der Eifel!) beschrieben und veröffentlicht. Den Anfang macht eine Arbeit über eine neue Cupressocrinites-Art aus Nordspanien. Dieser Fundort ist von besonderem Interesse, weil er eine Fossiliengemerinschaft führt, die sich sehr eng an die Eifelkalkmulden anlehnt.

HAUSER, J. (2015c): Cupressocrinites taluxaiensis n.sp. (Crinoidea, Inadunata) from the Givetian of La Taluxa near Candás (Asturias, Northern Spain).  -  7 p, 2 fig., 1 tab.


Als nächste monographische Arbeit ist die überaus reiche Fauna des Steinbruchs RAUHHECK bei Berndorf geplant. Derzeit werden alle Daten zu diesem Fundort gesammelt und die einschlägigen Sammlungen gesichtet.


In Kooperation mit meinen Freund, Fernando Gómez LANDETA ist nun eine Arbeit fertiggestellt, die sich mit einem neuen karbonischen Crinoidentaxon befaßt. Crinoiden aus karbonischen Sedimenten sind in Nordspanien extrem selten. Daher kam der Fund eine fast vollständigen Krone sehr überaschend. Die Fundstelle ist sehr vielversprechend. Fernando hat auch angemerkt, daß sein Freund Felix dort einen vollständigen Seestern gefunden hat! Vielleicht lassen sich die Funde von dort zukünftig noch mehren ....

HAUSER, J. & LANDETA, F.G. (2015) Pandocrinites globosum n.gen. et n.sp. (Crinoidea, Inadunata) from the Pando Formation (Westphalian C, Upper Carboniferous) of the Prioro region of the Cantabrian Monutains.  -  7 pp, 8 text-figs., 1 tab.


Von dem großflächig aufgeschlossenen Santa Lucía Profil nahe der Ortschaft Aleje im kantabrischen Gebirge kann nun erstmals der Nachweis eines paläozoischen Echinoiden geführt werden. Bei der Sichtung der Satelliten-Aufnahmen via SIGPAC konnten mehrere Wasserrisse ausgemacht werden. Bekanntlich liegen besonders aus diesen meist steil einfallenden Schluchten die besten Fuindstellen für Echinodermen. Im Top des Profils konnte auf einem angewitterten Gesteins-Stück ein fragmentarisch erhaltener Seeigel identifiziert werden. Dieses Stück stellt den Erstnachweis eines paläozoischen Seeigels im Kantabrischen Gebirge dar.

HAUSER, J. (2015d): First notice about Rhenechnius ibericus (HAUSER & LANDETA, 2007) from the Santa Lucía Formation (Upper Emsian) of the Cantabrian Mountains (Province Léon, Northern Spain).  -  4 p. & 6 text-figs.


Aus dem aufgelassenen Steinbruch nahe der Ortschaft Mirantes de Luna im Kantabrischen Gebirge wird ein neuer Eutaxocrinit beschrieben. Der Steinbruch erschließt großflächig die Santa Lucía Formation und gibt einen guten Einblick in deren Schichtfolge.

HAUSER, J. (2015d): Eutaxocrinus leonesis n.sp. aus der Santa Lucía Formation des Steinbruchs bei Mirantes de Luna (Provinz Léon, Nordspanien).  - 6 Seiten und 8 Textfiguren


Nach der Echinodermen Monographie von HAUSER, 2014 über den Mühlenberg-Mergel-Member der Gerolsteiner Mulde, in der 18 Gattungen mit 38 Arten vorgestellt werden, war es eher unwahrscheinlich, daß in der Folgezeit weitere Crinoiden gefunden werden, die nicht in das bekannte Faunenbild passen. Denn sicherlich sind von dort in den zurückliegenden 15 Jahren eine nicht unerhebliche Mergel-Menge durchgeschlämmt worden. Dieses Material stammt überwiegend aus dem Wurzelballen einer seinerzeit umgestürzten Tanne. Einige heute zu beobachtende Pingen sind sicherlich mehr als überflüssig, denn nur ein kleiner hangüberdeckender Mantel bringt überhaupt gut erhaltene Fossilien. Umso erstaunlicher war es, daß Norbert HOELLER, Koblenz, dem Verfasser eine sehr gut erhaltene Dorsalkapsel von diesem Fundort aus seinen Altbeständen zur Bearbeitung überlassen hat, die im Rahmen des folgenden pdfs als Hexacrinites megabrachiatus beschrieben wird.

HAUSER, J. (2015e): Hexacrinites megabrachiatus n.sp. (Crinoidea, Camerata) aus dem Mühlenberg-Mergel-Member (Oberes Givetium) der Gerolsteiner Mulde (Rheinisches Schiefergebirge, Eifel)
mit 6 Seiten und 7 Textfiguren


Das klassische Unterdevon-Profil von Aviados in der Provinz Léon gibt einen vorzüglichen Einblick in die Lithologie der Santa-Lucía Formation.Von diesem Aufschluß wird erstmals das Taxon Dactylocrinus beschrieben.

HAUSER, J. (2015f): Erstnachweis von Dactylocrinus aus dem Unterdevon des Kantabrischen Gebirges und Dactylocrinus genesis (Crinoidea, Flexibilia) aus der Santa Lucía Formation von Aviados (Provinz Léon, Nordspanien)
mit 6 Seiten und 9 Textfiguren



Die arten- und individuenreiche Mitteldevonfauna der Junkerberg Formation der Prümer Mulde ist schon lange bekannt. Vom Verfasser wird von einem besonders reichhaltigen Fundort, dem "Gondelsheimer Acker" ein neues Crinoidentaxon beschrieben.

HAUSER, J. (2016): Über die Brachia von Cupressocrinites tesserula HAUSER, 1997 und Cupressocrinites inusitatus n.sp. (Crinoidea, Camerata) vom Gondelsheimer Acker (Prümer Mulde, Eifel) mit Beiträgen zur Stratigraphie der Junkerberg Formation in der Prümer Mulde
mit 6 Seiten und 8 Textfiguren




 

Crinoiden und Begleitfauna des Rech Members
(Looghium) des Steinbruch RAUHHECK bei Berndorf
94 S., 32 Taf., ^1 Tab., 89 Textfig.
€ 55,--

Kurzfassung: Die Crinoiden und Begleitfauna des Rech Members der Loogh Formation (Oberes Givetium, Mitteldevon) des Steinbruch RAUHHECK bei Berndorf (Hillesheimer Mulde, Rheinisches Schiefergebirge) wird zusammenfassend beschrieben. Die Crinoidenfauna besteht derzeit aus 11 Gattungen mit 30 Arten. Ein neues Taxon aus der Gruppe der Flexibilia Eifelotaxocrinus  mit der neuen Art Eifelotaxocrinus rechensis n.sp. wird beschrieben. Die vorliegende Fauna ist vergleichbar mit der des Mühlenberg-Mergel-Members in der Gerolsteiner Mulde. Erstmals wird Bactrocrinites tenuis (JAEKEL, 1895) außerhalb des Klausbach Members der Junkerberg Formation beschrieben. Aus der verhältnismäßig artenarmen Begleitfauna ist der Fund eines mitteldevonischen Goniatiten besonders bemerkenswert: Sobolewia aff Sobolewia denckmanni (HOLZAPFEL, 1895)



Aus dem Junkerbergium der Prümer Mulde wird ein neuer Vertreter der Cordyloblasten (Cordyloblastus junkerbergiana n.sp.) und ein neuer Hexacrinites (Hexacrinites hoenselbergensis n.sp.) beschrieben. Die Stücke hat feundlicher Weise Norbert HOELLER zur Verfügung gestellt. Die neuen Echinodermen zeigen wieder einmal, daß die Diversität der mitteldevon-Fauna noch lange nicht erschöpft ist.

Cordyloblastus junkerbergiana n.sp. ein neues Blastoideen-Taxon und Hexacrinites hoenselbergensis n.sp. aus dem Hönselberg Member (Heinzelt Subformation, Junkerbergium, Mitteldevon) der Prümer Mulde
(Rheinisches Schiefergebirge, Eifel)  mit 8 S., 13Textfig. und 1 Tafel
 


Auch in diesem Jahr wurde wieder eine einwöchige Exkursion in das nordspanische Unter- und Mitteldevon durchgeführt. Die Funde waren (wieder einmal!) beeindruckend. Zwar lieferten einige Stellen - trotz erheblichen körperlichem Einsatz - keine Crinoiden; dafür entschädigten aber andere Stellen mit umso mehr Echinodermen. An der asturischen Küste war die Aguión-Formation durch winterlichen schweren Seegang fantastisch erschlossen: hier wurden über 40 Kelche von Stamnocrinus intrastigmatus und mehrere Kelche von Trybliocrinus sp.  (darunter ein juveniles Exemplar mit Tegmen) gefunden. Die einschlägigen Lokalitäten rund um Cinera brachten nur sehr wenige Kelche und schienen nach dem Sommer bereits Anlaufpunkt von Exursionen der Universität Oviedo gewesen zu sein. An diesem Tag war der einzige Trost, daß in Gijon ein mcfit aufgemacht hat, dort konnte dann der aufgestaute Frust über so wenig Tagesfunde abgebaut werden.

Kompensiert wurde dieser Tag dann durch das Highlight der Exkursion: in der Babia Region war der Locus typicus von Babiacrinus pyramidalis gänzlich unberührt. In einer abgerutschten Scholle wurden rund 40 Babiacrinus-Kelche gefunden aber auch zwei weitere Dorsalkapseln, die wohl zu einem neuen Taxon gehören. Darüber hinaus gelang auch der Fund eines Vasocrinus aus einer höheren Lage.

Die schönsten Tage waren aber die Exkursionen mit meinem Freund, Fernando. Im Rahmen der Anreise in die Esla Region besuchten wir eine hoch auf einem Berg liegende Sendestation..Von dort hatten wir einen beeindruckenden Blick auf die kantabrische Bergwelt. Und Fernando erläuterte in bewährter Weise die geologische Strukturen (..er wäre sicherlich ein guter Honorarprofessor .....). Im Hintergrund des nachfolgenden Fotos sind die kahlen karbonischen Bergrücken zu erkennen. In der Tallage streichen Schichten der La Vid und Huergas Formation aus, die zumeist fossillehr sind. Die Wolken kommen aus Asturien. Sie haben nicht genügend "Auftrieb", um die langgezogene Bergkette zu überwinden.

Am gleichen Tag besuchten wir den Locus typicus der Santa Lucía Formation in der Nähe von La Pola de Gordon. Dort führte Fernando den Verfasser auf einer alten Bahntrasse zu einem höher gelegenen Abschnitt des Profils. In einem Profil-Abschnitt, der mehr mergelig ausgeprägt ist, wurde lediglich ein Kelch gefunden, der sich allerdings als Espanocrinus herausstellte. Dieses Stück ist der Erstnachweis aus dieser Region des Kantabrischen Gebirges. eine Bearbeitung zu diesem Stück ist in Vorbereitung. An dieser Stelle soll noch einmal auf den Umstand hingewiesen werden, daß Fundstellen, unter Umständen bereits nach einmaligem Absuchen Jahrzehnte danach keine weiteren brauchbaren Fossilien mehr liefern, insofern man selber nicht für neue Oberfläche sorgt!

Am letzten Tag der Exkursion wurde erneut der Mount Las Penotas besucht. Der Verfasser hatte leider die Fliegenplage in Teilen der Esla Region vergessen: hunderte, gefühlt tausende Fliegen verfolgen einen wohin man(n) auch geht. An ein ruhiges Suchen ist fast nicht zu denken. Selbst auf dem Höhenzug des Berges (wenn auch etwas weniger) war die Plage zu spüren. Am Nachmittag in Colle war es dann besonders unerträglich. Dort zeigte Fernando eine Stelle, an der es vollständige, meist eingerollte Phacopiden gibt (die absolute Ausnahme im spanischen Devon!). Allerdings wurden wir beide so mit Fliegen eingenebelt, daß wir wort-wörtlich die Flucht ergriffen haben ..... Sicherlich ist es ratsam, einen Besuch dieser Fundstellen im Frühjahr einzuplanen.

Nachstehend noch ein kleiner Einblick in die Funde der Spanienexkursion 2016:

links (oben): Stamnocrinus intrastigmatus (hohe Varietät)
oben (Mitte): Pithocrinus minor
Mitte: Stamnocrinus intrastimatus (adultes Exemplar)
rechts (oben) Stamnocrinus intrastigmatus (breite konische Varietät)
links (unten) Babiacrinites pyramidalis
rechts (unten) Trybliocrinus geinitzi HAUSER, 2017 (juveniles Exemplar mit Tegmen)


Ein neues Kompendium über Echinodermen der Eifel, der Ardennen und des Kantabrischen Gebirges ist erschienen und kann über die Versandbuchhandlung Dr. Frank Rudolph bezogen werden

Das Mitteldevon der Eifel und seine Crinoidenfauna
Neue Crinoiden aus dem mitteldevon der Eifel Teil IV
Mit Beiträgen zu Echinodermen aus dem
Kantabrischen Gebirge und dem Südrand der Diant Mulde
68 S., 1 Tafel, 90 Textfig.
€ 30,--


Im Rahmen einer Exkursion mit meinem Freund, Feranda Gómez LANDETA konnte in der Santa Lucía Formation ein neuerr Vertreter von Espanocrinus gesammelt werden. Die Arbeit kann als pdf heruntergeladen werden:

HAUSER J. & LANDETA, F.G. (2016): Espanocrinus puertoi n.sp. from the lowest upper part of the Santa Lucía Formation (Upper Emsian) of the La-Pola-de-Gordón-region of the Cantabrian Mountains, Northern Spain .  -  6 pages and 9 text-figures


Aus der Kollektion von Manfred Fleschen wird erstmals ein Vertreter von Cupressocrinites altus aus dem Junkerbergium der Typuslokalität für STRUVE´s "great Gap" beschrieben:

Beitrag Paläontologische Notizen über das Vorkommen von Cupressocrinites altus SCHULTZE, 1866 im Eifelium des Steinbruch Weinberg bei Kerpen (Hillesheimer Mulde, Rheinisches Schiefergebirge, Eifel) mit 3 S. und 4 Textfig.


Durch das Auffinden einer Fülle von Einzelteilen im Nims Member der Prümer Mulde ist es erstmals möglich ein Hexacrinites-Taxon des Junkerbergiums zu rekonstruieren. Das neueTaxon wird unter

Hexacrinites flescheni n.sp. (Crinoidea, Camerata) aus dem Nims Member (Junkerbergium) der Prümer Mulde (Rheinisches Schiefergebirge, Eifel) 3 Seiten und 3 Textfiguren

beschrieben.


Bisher ist über die stratigraphische Verbreitung von Cupressocrinites dohmi wenig bekannt. Mit dem nachfolgenden Aufsatz wird sowohl die zeitliche als auch räumliche Verbreitung dieses Taxons im Mitteldevon der Eifel beleuchtet:

HAUSER, J. (2017a): Die stratigraphische Verbreitung von Cupressocrinites dohmi HAUSER, 1997 im Mitteldevon der Eifel (Rheinisches Schiefergebirge) 10 Seiten, 4 Textfiguren und 4 Tafeln


Das neue Crinoidenband über den Steibruch WOTAN ist erschienen und kann über die Versandbuchhandlung Dr. Frank Rudolph bestellt werden:


 

Das Cupressocrinites abbreviatus-Set im Grenzbereich
Ahbachium / Looghium („Eowotanium“)
des Steinbruch WOTAN, („Korea-Bruch“), Hillesheimer Mulde,
Rheinisches Schiefergebirge, Eifel
124 S. mit 48 Taf., 57 Textfig.
€ 68,--


Nach der Monographie von HAUSER 2015 über die Crinoiden und Begleitfauna von Nollenbach Flur "Auf den Eichen" war nicht unbedingt davon auszugehen, daß ein neues Taxon die Fauna dieses Fundortes noch erweitern kann. Durch die tatkräftige Zuarbeit meines Vaters liegt nun doch ein neues Taxon vor, was in der nachfolgenden Arbeit beschrieben wird:

HAUSER, J. (2017b): Poculumcrinites gracilis n. gen n. sp. (Crinoidea Inadunata) einer neuer Vertreter der Synbathocrinidae S.A. MILLER, 1889 aus der Freilingen Formation von Nollenbach Flur „Auf den Eichen“
3 Seiten und 6 Textfiguren


An der bereits mehrfach beschrieben Junkerberg Fundstelle konnte aus dem Schlämm-Material ein neues Haplocrinites-Taxon geborgen werden. Dies ist der Anlaß, einen kleinen Überblick über die stratigraphische und geographische Verbreitung dieses Taxons zu geben:

HAUSER, J. (2017c): Über einen neuen Haplocrinites (Haplocrininites eremitus n.sp.) (Crinoidea, Inadunata) aus dem Klausbach Member (Junkerberg Formation, Eifelium) der Prümer Mulde 6 Seiten, 8 Textfiguren und 1 Tafel


Wer einmal die asturische Küste Norspaniens besucht hat, wird sich nicht nur wegen der vorzüglich erhaltenen Echinodermen, schnell in diesen Landstrich verlieben. Von dort wird ein neues Taxon beschrieben:

HAUSER,J. (2017d): Trybliocrinus geinitzi n.sp. (Crinoidea, Camerata) aus der Moniello Formation (Unteres Eifelium) der asturischen Küste (Nordspanien):  -  14 S., 12 Textfig., 2 Taf.


HAUSER, J. (2017e):Pläontologische Notizen über eine interessante Crinoidenvergesellschaftung (Echinodermata) im Junkerbergium der Prümer Mulde (Rheinisches Schiefergebirge, Eifel) mit Nachträgen zur Kenntnis der Crinoidenfauna des Junkerbergiums.  - 4 S., 9 Textfig.



Eine kleiner Aufsatz über die Crinoidenfauna von Candás (Asturien, Nordspanien) ist erschienen. Die Arbeit zeigt die enge Faunenvergesellschaftung des Eifeler Mitteldevons mit dem von Nordspanien:

HAUSER, J. (2018): Erstnachweis von Cupressocrinites hieroglyphicus SCHULTZE, 1866 aus dem Givetium von La Taluxa nahe Candás (Asturien, Nordspanien).  -  4 S., 3 Textfig.



HAUSER, J. (2018b): Über den Status von Vasocrinus stellaris (Crinoidea, Camerata) und Vasocrinus junkerbergiana n.sp. aus dem Junkerbergium (Eifelium) der Prümer Mulde (Eifel, Rheinisches Schiefergebirge) 5 S., 11 Textfig.



Ein Beitrag zur Kenntnis devonischer Eifel-Brachiopoden ist nun verfügbar:

Paläontologische Notizen über einige seltene Brachiopoden aus dem Mitteldevon der Eifel mit 5 Seiten und 9 Textfiguren


Stylocrinus und Storthingocrinus sind omnipresente Crinoiden im Mitteldevon der Eifel. In einem neuen Beitrag wird die stratigraphische Verbreitung und die Systematik diskutiert:

HAUSER, (2018d): Stylocrinus und Storthingocrinus (Crinoidea Inadunata) – zwei vergesellschaftete Crinoidentaxa im Mitteldevon der Eifelkalkmulden mit 5 Seiten, 2 Abbildungen, 1 Tabelle und 16 Textfiguren


Informationsstand 22.05.2018